Therapiekonzept
Das therapeutische Konzept der Burghof-Klinik ist auf dem Hintergrund wissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse aus einem jahrzehntelangen Erfahrungsprozess mit Menschen und deren seelischen Problemen und Konflikten entstanden.
Zentraler Anteil des therapeutischen Konzeptes ist hierbei, dass nicht "Störungen" behandelt werden, sondern Menschen. Zu unserem Therapieverständnis gehört, dass wir jeden unserer Patienten in seiner ganz eigenen Individualität sehen und wertschätzen. Ausgehend von einem ganzheitlichen Menschenbild ist es unser Ziel, das psychische Erleben auf dem Hintergrund verschiedener sogenannter "Systemebenen" zu erfassen:
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1.
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der Ebene der akut vorliegenden Störung,
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der körperlich-biologischen Ebene,
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3.
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der Ebene des strukturellen Niveaus,
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der Ebene der Grundkonflikte,
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5.
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der Ebene der Beziehungsgestaltung,
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der Ebene des Verhaltens und Kognitionen,
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7.
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der sozialen Ebene
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Krankheit verstehen wir dabei als eine Störung auf mindestens einer dieser Ebenen, die ihrerseits Auswirkungen auf die anderen Ebenen des Erlebens haben kann. Aufgabe der Therapie ist es, hierbei diese "Störungen" innerhalb des komplexen Gefüges zu verstehen, sie mit dem Patienten gemeinsam benennen zu lernen und korrigierend einzugreifen. Anders ausgedrückt sollen aufgetretene störende Symptome auf verschiedenen Ebenen angegangen und beseitigt werden auf der körperlich-biologischen Ebene z. T. mit Psychopharmaka, auf den anderen Ebenen durch psychotherapeutische Verfahren. Gleichzeitig ist es aber oft wichtig, die Störung auch als Bewältigungsversuch zu erkennen und ihre innerseelische und soziale Sinnhaftigkeit verstehen zu lernen.
Aus diesem Wissen heraus kommt in der Burghof-Klinik der Beziehung zwischen dem Patienten und seinem Bezugstherapeuten, mit dem regelmäßig Einzelgespräche stattfinden, eine zentrale Rolle zu. Innerhalb dieser Beziehung erfolgt die therapeutische Weichenstellung. Der Bezugstherapeut ist zentraler Ansprechpartner und Begleiter während des gesamten stationären Prozesses.
Im Rahmen des integrativen Konzeptes der Burghof-Klinik werden verschiedene psychotherapeutische Verfahren miteinander vernetzt:
Psychodynamische Verfahren helfen beim Erkennen und Bearbeiten von Konflikten, wirken strukturellen Defiziten entgegen und dienen der Reflektion der Beziehungsmuster des Patienten.
Verhaltenstherapeutische bzw. kognitiv - behaviorale Ansätze sind unverzichtbar für die störungsspezifische Behandlung der vorliegenden Symptomatik. Diese Behandlung erfolgt u. a. durch Informationsvermittlung über das Krankheitsbild und seine Entstehungsmechanismen, durch Selbstkontrolltechniken (z. B. Führen von Tagebüchern), angeleitete Exposition zur Überwindung von Vermeidungsverhalten und sog. kognitive Therapieansätze
Die in der Burghof - Klinik verwendeten Körper - und musiktherapeutischen Verfahren dienen dazu, Zugangswege zu sonst nur schwer wahrnehm - und a usdrückbaren Körperempfindungen und Emotionen darzustellen.
Das gilt auch für Therapieverfahren, die ein Vertrautwerden mit unbewussten seelischen Erfahrungen und dessen symbolische Darstellung fördern (z. B. Meditationstherapie, Kunsttherapie, Gestaltungstherapie).
Entspannungstherapien und hypnosetherapeutische Verfahren helfen dabei Spannungs - und Unruhezustände zu regulieren und ein körperliches Wohlbefinden zu ermöglichen.
Behandlung auf der sozialen Ebene umfasst die Vermittlung von Strategien und konkrete Hilfestellungen bei der Bewältigung des Alltags, im sozialen Bezugssystem und bei beruflichen Problemen.

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